Die Restauration

Ich bin das Ganze am Anfang total unüberlegt angegangen. Heute, weiß ich, dass ich erst mal viele Bilder von der Demontage hätte machen sollen. Es sollte sich beim Zusammenbau zeigen, dass mir diese Informationen der Bilder sehr hilfreich gewesen wären. Da ich immer noch kein Schweißgerät, keine Flex, nur ein paar Schraubenschlüssel hatte, demontierte ich erst mal alles. Ich habe den Wagen völlig gestrippt. Erst jetzt wurde das ganze Ausmaß der fortgeschrittenen Auflösung sichtbar. Der Zustand war mehr als ernüchternd. Beide Schweller, die hinteren Radläufe, beide A-Säulen, fast alle Querstreben, alle vier Türen, die Kotflügel, die Heckschürze, eigentlich alles untenrum war marode. Jetzt musste ein Schweißgerät her um dem Rost beizukommen. Ich kaufte mir kurzerhand ein Schutzgasschweißgerät, eine Flex und zwei Blechscheren. Einen Profiwagenheber bekam ich von meinem Vater geschenkt. Nun konnte ich richtig loslegen.

 

Mein Vater arbeitete zu der Zeit in einem Stahlservicebetrieb und versorgte mich mit Blechtafeln in allen Stärken die ich brauchte. Ich begann mit den Stehwänden, die durchgerostet waren. Mit der Blechschere wurden die rostigen Partien rausgeschnitten, aus den Blechtafeln passende Bleche geschnitten. Die Bleche wurden Stumpf eingeschweißt und die Schweißpunkte beigeflext. Nach und Nach bekam ich Routine im Umgang mit dem Schweißen und Blecharbeiten.Die Radläufe formte ich selbst aus den Tafeln und schweißte sie ein. Bis zu diesem Zeitpunkt, hatte ich keine Ahnung wo ich Ersatzteile für mein Auto bekommen sollte. Eine Nachfrage beim örtlichen Opel Händler brachte keinen Erfolg. Eine Suchannonce im hiesigen Tagesblatt verlief auch negativ. Irgendwie bin ich dann auf eine Oldtimerzeitschrift aufmerksam geworden. Dort wurden Teile angeboten und siehe da es gab auch Hinweise auf Oldtimermärkte, auf denen Ersatzteile angeboten werden. Endlich wusste ich nun wo ich mich mit Ersatzteilen eindecken konnte. Ich kaufte bei einem Händler in Hamburg zwei Schweller, in Viersen zwei Türaußenhäute und in Altena bekam ich eine neue hintere Tür. Nun fehlten mir nur noch die Querträger und die Fahrertür für die Karosserie. Mein Vorteil war, dass ich zu der Zeit bei einem Fernsehhersteller arbeitete, dem ein Werkzeugbau angeschlossen war. Ich bekam auf Nachfrage das ok diesen benutzen zu dürfen. Ich hatte nun alle Möglichkeiten meine Bleche in Form zu bringen. Auf einer zwei Meter Blechschere schnitt ich mir Bleche für die Querträger und meine Türaußenhaut zurecht. Das Blech der Türaußenhaut wurde durch eine Rollenrichtmaschine gewölbt und an einer Abkantbank in Form gebracht. Die Bleche der Querträger ebenfalls. Nun hatte ich für das Instandsetzen der Karosserie alle Teile zusammen.

 

Den Wagen habe ich mit einem Flaschenzug an der vorderen Achsaufhängung bis unter die Decke gezogen. So konnte ich mit einer Topfbürste und einer Flex den gesamten Unterboden vom Unterbodenschutz und vom Rost befreien.Eine Schweinearbeit die ich keinem wünsche. Ich schweißte nun über Wochen und Monate alle Teile ein. Den Unterboden versiegelte ich mit Bob Rostversiegelung, grundierte und lackierte ihn. Mittlerweile gibt es alles als Nachfertigung aber ich musste mir Mitte der 80er so behelfen. Als die Karosserie fertig war, nahm ich mir die Kotflügel vor. Diese zu retten gestaltete sich als schwierig. Die stumpf eingeschweißten Bleche verzogen sich beim einschweißen und die Oberfläche wurde wellig. Irgendwie, nach viel Mühe, hatte ich sie fertig. Leichte Dellen habe ich mit Spachtelmasse ausgeglichen, anschließend die Kotflügel an die Karosserie angepasst. Die alten Türhäute wurden an den Punktschweißstellen aufgebort und abgenommen. Der Rest wurde entrostet und neue Böden eingeschweißt. Anschließend wurden die neuen Häute aufgezogen und verschweißt. Durch einen Zufall wurde ich dann auf eine Annonce im örtlichen Tageblatt aufmerksam. Angeboten wurden zwei Kunststoffkotflügel, ein Blechkotflügel, eine Tür, ein Tank, ein Teilekatalog und diverse Kleinigkeiten, das ganze für 300 DM. Ich habe sofort zugeschlagen und meine Neuerwerbung nach Hause gebracht. Die Überlegung war nun, Blech oder Kunststoffkotflügel. Ich habe mich dann für Kunststoff entschieden. Diese Entscheidung habe ich bis Heute bereut, da erst nach dem Lackieren eine leichte Welligkeit je nach Lichtverhältnissen zu erkennen war. Meine zuvor überarbeiteten Kotflügel hatte ich mittlerweile verkauft, um mir von dem Erlös neue Stoßstangen zu kaufen, Pech. Mittlerweile habe ich mir einen neuen und einen guten gebrauchten Kotflügel gekauft, die ich irgendwann mal montieren werde. Die Karosserie war nun fertig und ich konnte mir die Achsen vornehmen. Die Hinterachse bekam neue Bremszylinder, neue Beläge und die Bremstrommeln wurden ausgedreht. Ansonsten war die Achse dicht und wurde nur neu lackiert. Schlimmer hatte es die Vorderachse erwischt. Da die Achse noch mit Schmiernippel versehen war und das abschmieren gerne vergessen wurde, war alles Ausgeschlagen. Ich besorgte mir neue Bolzen mit Muttern in Übergröße, fertigte mir Spezialwerkzeug selber an. Die alten Bolzen wurden entfernt, die Durchgänge gehohnt und die neuen Teile montiert. Auch die Vorderachse bekam neue Bremszylinder, Bremsbeläge und die Trommeln wurden ausgedreht. Nach der Lackierung war die Achse wie neu, sie konnte wieder an ihren Platz montiert werden. Der Flaschenzug wurde entfernt und der Wagen stand wieder auf seinen Rädern. Nun kam der Motor an der Reihe. Ich hatte bis Dato noch nie einen Motor zerlegt, jedoch mit einem zuvor auf einem Oldtimermarkt gekauften Werkstatthandbuch, traute ich mir dies zu. Ich entfernte die Kipphebelwelle und nahm den Zylinderkopf und die Ölwanne ab. Dann wurden sorgfältig die Kurbelwelle und die Kolben zerlegt, wobei alles so sortiert wurde, dass alles wieder an seinen Platz kommt. Der Zustand war sehr zufriedenstellend. Vom Zylinderkopf entfernte ich die Ventile, ließ den Motorblock und den Zylinderkopf planschleifen. An dem Kolben wurden die Kolbenringe entfernt, um alles von festgebranntem Ruß befreien.Ich besorgte mir neue Ventile und einen Motordichtsatz zum überholen des Zylinderkopfes. Die Ventile wurden eingeschliffen und ich konnte nun mit dem Zusammenbau beginnen. Dabei war das Werkstatthandbuch sehr hilfreich. Als alles montiert war, bekam der Motor einen Überzug aus temperaturbeständiger Farbe. Die Anbauteile hatte ich zwischendurch wieder aufgearbeitet und konnten jetzt wieder montiert werden. Den Motorraum hatte ich schon mit Pinsel und Farbe lackiert, sodass der Motor wieder an seinen Platz konnte. Nun wurde der Kabelbaum überarbeitet, alle Stecker wurden nachgebogen, mit Kontaktmittel eingesprüht und wieder eingebaut. Nach und nach kam alles wieder an seinen Platz, der Probelauf rückte immer näher. Der erste Startversuch war sofort erfolgreich, der Motor lief nach diversen Einstellungen optimal. Jetzt kam der Innenraum an die Reihe, wobei die Sitzgarnitur das größte Problem war, da der Stoff zerschlissen, rissig und nicht mehr zu retten war. Ich zog die Sitzgarnitur ab und trennte die Nähte auf, um diese als Schnittmuster zu verwenden. Im nächsten Baumarkt kaufte ich mir Meterware Kunstleder, in Weinrot und Grau. Für das Profil der Sitzflächen schnitt ich das rote Kunstleder in schmale Streifen und nähte es wieder aneinander. Mit Hilfe der Schnittmuster wurden alle Teile ausgeschnitten, dann mit einer normalen Nähmaschine alles vernäht. Eine Mörderarbeit mit der ich über einen Monat beschäftigt war, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Türverkleidungen reinigte ich und erneuerte die Hartfaserplatten. Nachdem der Teppich erneuert wurde, sah es schon sehr wohnlich aus. Dann kam ein neues sehr dramatisches Problem auf mich zu. Man kündigte mir die Garage, der gesamte Komplex sollte abgerissen werden. Ich stand mit einem halbfertigen Wagen da und wusste nicht weiter. Ich hatte eine Frist von 4 Wochen die Garage zu räumen. Die Teile die dort gelagert waren, bekam ich im Keller unter, aber mit dem Wagen wusste ich nicht wohin. Ich war nun jeden Abend damit beschäftigt die letzten Arbeiten zu erledigen um den Wagen lackierfertig zu machen, die Zeit drängte. Nach mehreren Lackierbetrieben die abgeklappert wurden, habe ich einen Lackierer gefunden der mir den Wagen günstig lackierte. Nach der Besichtigung wurden wir uns schnell einig und ich konnte den Wagen Tags darauf vorbeibringen. Ich fuhr ihn unangemeldet mit eigenem Antrieb zum Lackierer. Mein Vater hinter mir und meine Frau vorweg. Es dauerte ca. eine Woche bis ich meinen P2 wieder abholen konnte. In dieser Zeit war ich auf der Suche nach einer neuen Garage jedoch mit wenig Erfolg. Wir Garagenmieter organisierten uns und forderten eine Nachfrist von vier Wochen. Dem wurde, Gott sei es gedankt, zugestimmt. Die Woche verging und voller Erwartung auf das Ergebnis, fuhr ich ihn abholen. Da stand er, schwarz glänzend mit weißem Dach, perfekt lackiert.

 

Ich wollte mein Glück nicht weiter herausfordern und hatte mir diesmal rote Nummernschilder besorgt und brachte mein Schmuckstück zurück in die Garage. Eifrig montierte ich alle Teile die ich bereits aufgearbeitet hatte, Stoßstangen, Lampen, Zierleisten, Scheibenrahmen usw. Einen Sonntagmorgens kündigten sich mein Vater und mein Onkel telefonisch an, um meinen Wagen zu bewundern. Wir trafen uns an der Garage und ich zeigte voller Stolz meine Fortschritte. Mein Onkel bewunderte das Auto, hatte es aber nie in seinem Urzustand vor der Restaurierung gesehen und konnte somit nicht einschätzen, wie viel Arbeit in dem Wagen steckte. Jedoch stellte er mir die Frage, was ich denn noch brauchen könnte? Auf diese Frage gab es für mich nur eine Antwort, "NEUE WEISSWANDREIFEN" Ich sollte mir dann mal welche kaufen, die Rechnung würde er schon übernehmen. Gesagt, getan. Am Montag bin ich zum nächsten Reifenhändler gefahren und habe mir 5 neue Weißwand Diagonalreifen bestellt. Die Reifen kosteten ein kleines Vermögen, ich hätte mich erst mal mit normalen Reifen begnügen müssen. "Danke Onkel". Nach 3 Tagen stand mein Oldie auf Stilechten Weißwandreifen, ein geiler Anblick.

 

Die Nachfrist von 4 Wochen war abgelaufen und mein Oldie musste umziehen. Ich hatte einen offenen Platz in einer Tiefgarage bekommen, Gott sei Dank in der letzten Ecke, so dass nicht jeder den Wagen sofort sah. Ich hatte nach der Lackierung das Kühlwasser abgelassen, da noch kein Frostschutz eingefüllt war und es teilweise noch mal Minustemperaturen gab. Die Tiefgarage war nur 2 Straßen weiter, also schob ich den Wagen an seinen neuen Standort. Mit einer Plane bedeckt, stand er so einige Zeit, ohne dass es weitere Fortschritte gab. Ich weiß nicht mehr wann, aber irgendwann habe ich meinem Oldie eine rote Nummer besorgt um die Spur der Vorderachse einzustellen und eine ausgiebige Probefahrt zu machen. Auf eigener Achse bin ich zur Werkstatt gefahren und habe die Spur einstellen lassen. Der Motor lief gut, jedoch, kam weißer Qualm aus dem Auspuff was mich nachdenklich stimmte. Das Auto kam erst mal zurück in die Garage, in der Hoffnung, am nächsten Tag bei der Probefahrt würde sich das Problem erledigen, wenn der Motor richtig warm wird und alle Feuchtigkeit aus dem Auspuff entwichen ist. Sonntag, voller Erwartung wie mein Oldie sich verhält, starteten wir zur Probefahrt. Leider bestätigte sich, was ich im Grunde genommen schon wusste, mein Motor hatte ein Dichtigkeitsproblem. Kühlwasser kam in den Brennraum und verbrannte mit dem Benzingemisch. Je mehr Gas ich gab, umso mehr Wasserdampf kam aus dem Auspuff. Ein schwerer Rückschlag, entweder war die Kopfdichtung defekt, oder der Zylinderkopf hatte einen Haarriss, was nahe lag, weil ich beim Ventile einschleifen schon festgestellt hatte, dass es mal ein Temperraturproblem gab. Der Wagen kam wieder in die Garage und ich grübelte nach, wie ich jetzt weiter vorgehen wollte. Es gab zwei Möglichkeiten: Reparieren, noch mehr Geld in den Motor stecken, oder einen neuen gebrauchten Motor besorgen. Ich entschied mich dafür, erst mal zu sehen ob ein anderer Motor zu besorgen ist. In einem überregionalen Anzeigenblatt wurde ein 1500 Motor für 300 DM angeboten. Besser als nichts dachte ich mir, fuhr hin und kaufte den Motor. Der Verkäufer restaurierte selbst ein P2 Caravan und benötigte den Motor nicht mehr, da dieser aus einem Schlachtfahrzeug stammte. Da ich noch keine neue Garage hatte, stellte mein Vater mir seine zur Verfügung. So ein Motorwechsel würde ja nicht so lange dauern, dachten wir, aber es sollte alles anders kommen. Ich baute ein Gestell aus Kanthölzern, an dem ich einen Flaschenzug befestigten konnte, um die Motoren zu tauschen. Nach Aussage des Verkäufers lief der Motor vor dem Ausbau sehr gut, deshalb beschränkte ich mich darauf den Motor nur zu lackieren. Von meinen alten Motor wurden alle Anbauteile entfernt und an meinen Ersatzmotor geschraubt. Nachdem der neue Motor eingebaut und eingestellt war, alle Verbindungen hergestellt waren, kam der große Moment der Wahrheit. Ich drehte den Zündschlüssel um und versuchte den Motor zu starten. Er orgelte fleißig um Sprit anzusaugen und zu zünden, aber es passierte nichts. Ich überprüfte noch mal alles. Der Vergaser bekam Sprit, der Verteiler war richtig eingestellt, die Zündkerzen hatten Zündfunken, daran konnte es nicht liegen. Da alle Anbauteile bei meinem alten Motor funktionierten, konnte ich diese als Fehlerquelle ausschließen. Ich hatte keine Ahnung wo der Fehler lag. Nach vielen verzweifelten Versuchen habe ich aufgegeben. Frustration machte sich breit und ich war nahe dran, den ganzen Mist hinzuschmeißen. Der Motor wurde wieder ausgebaut und der Verkäufer war bereit den Motor zurückzunehmen. Als ich mich dann wieder gefangen hatte, ging die suche wieder von vorne los. Anfragen bei den bekannten Alt Opelhändlern hatten Erfolg, jedoch lagen die Preise bei 1000 DM und mehr, Geld das ich nicht hatte. Also wurde über Wochen weitergesucht. Dann fand ich im Wochenkurier meiner Heimatstadt eine Annonce, in der ein Motor mit 63000 Km Laufleistung für 1000 DM angeboten wurde. War eigentlich zu viel für mich, jedoch rief ich den Verkäufer mal an. Nach seiner Aussage hatte er den Motor selbst vor einem Monat für 1000 DM bei einem Oldtimerhändler gekauft. Da er Student war, hatte er sich damit etwas übernommen und musste ihn nun schnell wieder loswerden. Ich rief den Opelhändler an und ließ mir die Aussage bestätigen. Mit dieser Bestätigung fuhr ich hin und nahm den Motor in Augenschein. Der Motor machte äußerlich einen miserablen Eindruck und ich bezweifelte das es der vorher beschriebene Motor war. Ich bat um einen Schraubenschlüssel um den Motor durchdrehen, aber der Motor saß fest. Ich hatte das Gefühl, er wollte mich beim Bock tun. Der Verkäufer versicherte mir, dass es sich um den zuvor gekauften Motor handelt. Der Student hatte wohl Geldnot und schlug mir vor, den Motor für 400 DM mitzunehmen und bei einem möglichen defekt zurückzunehmen. Das Angebot konnte ich nicht ausschlagen, wir wurden uns Handelseinig. Ob ich bei einem möglichen defekt wirklich mein Geld wiederbekommen hätte, ist eine andere Frage. Aber darüber wollte ich nicht nachdenken, in der Hoffnung ein Schnäppchen gemacht zu haben. Ich lud den Motor ein und fuhr direkt zur nächsten Tankstelle, um das Öl und die dicken Verkrustungen zu entfernen. In der heimischen Garage nahm ich erstmal die Ölwanne ab um mir ein Bild vom Zustand zu machen. Das Öl war schwarz, hatte aber kein Ölschlamm bzw. es waren keine Metallspäne o.ä. im Öl. Ich entfernte die Lagerschalen um die Gängigkeit der Kolben in den Laufbuchsen zu prüfen. Die Lagerschalen wurden vorsichtig abgenommen und markiert, um später wieder auf ihren ursprünglichen Platz zu kommen. Der Zustand war neuwertig, was auch den angeblichen 63000 km entsprechen würde. Die Kolben saßen sehr fest, ließen sich aber nachdem ich etwas Lösungsmittel aufgesprüht hatte, aus ihrem Sitz ziehen. Ich begutachtete die Kolben, uns siehe da, der Motor war bei seiner Stilllegung konserviert worden und war im laufe der Jahre verharzt. Mit Fettlöser reinigte ich alle Teile und komplettierte den Motor wieder. Den Zylinderkopf blieb wo er war, mit der geringen Laufleistung würde er es noch ein paar Jahre machen, dachte ich mir. Mit einem neuen Anstrich versehen konnte ich den Motor nun einbauen. Auch mein Vater war voller Freude, nach etlichen Wochen kann er bald wieder seine Garage wieder selber nutzen. Der Einbau war Problemlos, ich hatte ja langsam Übung darin. Nachdem alles angeschlossen war, startete ich den Wagen und nach etwas orgeln sprang er auch sofort an. Im Standgas ließ ich ihn etwas laufen und gab nach einiger Zeit, etwas mehr Gas. Dann krachte es einmal Laut und der Motor lief unrund. Schön, dachte ich, das war es dann wohl. Nachdem ich der Ursache auf den Grund ging, stellte ich fest, dass sich eine Stößelstange verkeilt hatte und dadurch ihre Form verloren hatte. Der Grund war wohl das Konservierungsmittel. Die Stößelstange wurde ausgetauscht und seitdem fährt er seit fast 20 Jahren, ohne Probleme. Um das Auto wieder zu überführen und mit einer ausgiebigen Probefahrt zu verbinden, wurde eine rote Nummer besorgt. Die Probefahrt war einfach nur geil, nach fast 6 Jahren Höhen und Tiefen. Ein Problem gab es dann doch noch, auf der Rücktour bog ich in die Garageneinfahrt ein, es krachte und die rechte Seite sackte ein. Mein Wagen hatte Schieflage und ich konnte ihn nicht mehr bewegen. Was war passiert? Die Ursache war schnell ermittelt, ich hatte die Schrauben vom Achsschenkel am unteren Querlenker verloren. Durch die Federspannung war der Achsschenkel rausgesprungen. Ich hatte bei der Montage der Vorderachse den Sicherungssplint vergessen, dadurch haben sich die Schrauben losgedreht und waren weg. Schwein gehabt. Ich brauchte eine dicke Kronenmutter, die ich nicht hatte. Es war Wochenende und ich blockierte die Einfahrt. Dann hatte ich die Idee, die Kronenmutter sichert eine schmale Mutter. Ich entlieh mir die Kronenmutter auf der Fahrerseite, für die paar Meter zur Garage, würde das schon gehen. Federspanner - Mutter drauf und schon war ich wieder mobil. In der folgenden Woche wurde alles repariert und es konnte ein Tüv Termin klar gemacht werden. Die Tüv Abnahme verlief ohne Probleme, die Fahrgestellnummer wurde neu eingeschlagen und ohne Mängel bekam ich meine Plakette. Das war 1991 und seitdem habe ich den Wagen nur bei schönem Wetter bewegt. Es war eigentlich noch einiges zu tun, jedoch machte ich nur noch das nötigste um die nächste HU zu schaffen. Der Wagen wurde immer halbjährlich angemeldet, weil zu diesem Zeitpunkt die Steuer und die Versicherung viel zu hoch waren. Nachdem die Oldtimertarife für Versicherung und Steuern günstiger wurden, habe ich das H Kennzeichen beantragt. Auch diese Hürde nahm ich mit Bravour, da alles im Original Zustand restauriert wurde. Seit dem ist mein Ummel durchgängig angemeldet.

Wieso Ummel ? Meine Kinder waren noch klein, und lernten gerade lesen. Auf dem Originalradio stand UU M M L für UKW MW und Langewelle auf den Knöpfen. Dies versuchten die Kinder zu lesen, seit dem heißt mein Oldi nur Ummel. So gingen die Jahre ins Land und wir erfreuten uns an unserem Ummel. Vor 4 Jahren sind wir in einen anderen Stadtteil gezogen, dadurch wurde der Ummel sehr selten bewegt und die kleinen Fehler summierten sich langsam. Die Krönung war die neue HU im März. Ich holte den Wagen nach langer Standzeit Sonntags aus der Garage für eine Spritztour, am nächsten Tag sollte es zum Tüv gehen. Nach einem Zwischenstopp Zuhause, ließ sich kein Gang mehr einlegen. Jetzt hatte ich genug, ich habe am Getriebe manuell einen Gang eingelegt und bin zurück zur Garage gefahren. In der darauf folgenden Woche habe ich meinen Ummel dann abgemeldet. Das Differenzial, eine Steckachse und das Getriebe tropften. Die Schaltung war nur das i-Tüpfelchen. Ich hatte mir vorgenommen alles neu zu machen. Der Ummel wurde aufgebockt, die Hinterachse mit den Blattfedern ausgebaut. Alles was 20 Jahre zuvor mal neu lackiert wurde, war wieder vom Rost angefressen. Diesmal sollte die Rostvorsorge von Dauer sein, deshalb entschied ich mich alles zu kadmieren und die Achse Pulverbeschichten zu lassen. Ich habe mich dann mal schlau gemacht, was das so kostet. Bin schnell zur Besinnung gekommen und habe die Idee verworfen. Die Preise waren astronomisch und standen nicht im Verhältnis zum Wert des Wagens. Beim kadmieren hatte ich mehr Glück. Nach mehreren Telefonaten hatte ich Kontakt mit einer Firma in meiner Nähe, die mir bestätigten, solche arbeiten auch für Privatleute auszuführen. Mit der Bezahlung würden wir uns schon einig, wir haben dafür eine Kaffeekasse. Bedingung war, dass die Teile schon Metallisch blank sind. Das war eine Aufgabe, die sehr aufwendig war. Bis auf Differenzial wurde alles bis ins Kleinste zerlegt. (Bis dahin wusste ich nicht dass eine Bremsbacke aus so vielen Teilen besteht). Ich wollte auch die Blattfedern kadmieren lassen, jedoch hatte ich bedenken dass die Federwirkung darunter leiden könnte. Die Federn wurden zerlegt, dabei stellte ich fest, dass eine gebrochen war. Ersatz hatte ich noch im meinen Fundus. Die Schellen der Blattfeder und alle Kleinteile, brachte ich zum kadmieren. Ich hatte Angst, dass irgendein Teil verloren geht und sprach dies auch an. Es wurde mir jedoch versichert, dass noch nichts verloren gegangen sei und ich in einer Woche die fertigen Teile abholen kann. In dieser Woche bestellte ich mir die nötigen Ersatzteile, Kunststoff-einlagen, Simmerringe und einige Teile mehr. Das größte Problem waren die Gummis unter den Spannbändern der Blattfedern, die hatte keiner mehr. Recherchen im Netz waren erfolglos. Ich habe dann die Bauhäuser abgeklappert und bin bei Obi fündig geworden. Es gab im Dachdeckerzubehör eine Gummimuffe von dem nur das mittlere Teil perfekt zu gebrauchen war. Es wurde eins zur Probe gekauft und mit einem sehr scharfen Messer beschnitten. Das Ergebnis war wie das Orginalteil. Die restlichen Gummis entstanden auch auf diesem Wege. Die einzelnen Blätter wurden mit der Topfbürste abgeflext, anschließend (mit Bob Rostversiegelung) versiegelt, grundiert und lackiert.

 

In der Zwischenzeit hatte ich meine Teile abgeholt, mit einem fantastischen Ergebnis. Alles war Goldgelb kadmiert und sah aus wie neu. Jetzt fehlten nur noch die Metalleinlagen zwischen den Blattfedern, die mir mein Bruder aus Edelstahl nachfertigte. Es waren nun alle Teile wieder beieinander und ich begann alles wieder zusammenzubauen. Die Federn wurden zusammengelegt und mit den Gummis und den Spannbändern fixiert. Auch die Achse wurde auch mit Rostversiegelung behandelt, grundiert und lackiert. Die Bremsbacken baute ich wieder zusammen, nietete neue Beläge auf. Alle Teile kamen wieder an ihren Platz. Die Bremstrommeln bekamen einen Überzug aus Hitzebeständigem Lack, um sie anschließend in Abwesenheit meiner Frau, im Backofen festzubacken. Die Bremszylinder habe ich aufgearbeitet weil Ersatz nicht zu bezahlen ist. Die Zylinder wurden zerlegt und auch kadmiert. Die Kolben bestehen aus Alu. Ich habe mir Scotch Meterware besorgt und die Kolben damit gereinigt. Dies ist Mühselig, aber eine sehr schonende Methode. Bei EBay habe ich mir ein Hohnwerkzeug ersteigert. Mit Hilfe eines Akkuschraubers habe ich nun die Zylinder gehohnt. Anschließend noch mal fein mit Scotch, welches ich um einen Holzstab gewickelt habe, nachgearbeitet. Mit neuen Gummis montiert, ein sensationelles Ergebnis. Das ganze hat einige Wochen in Anspruch genommen aber es hat sich gelohnt, die Achse ist nun wieder an ihrem Platz. Als nächstes werde ich mir das Getriebe vornehmen.

 

Da das Getriebe immer leicht verölt ist, hatte ich mich entschieden es auszubauen, den Simmerring zu erneuern und mal einen Blick auf die Zahnräder zu werfen. Nach dem Ausbau wurde erst mal das Getriebe mit einem Hochdruckreiniger gereinigt. Ein Blick auf den Simmerring, bestätigte meine Vermutung. Der Ring war durch die vielen Jahre ausgehärtet und nicht mehr ganz dicht. Den neuen Ring habe ich im Kühlfach auf minus 20 ° C abgekühlt und anschließend mit einem Heißluftfön den Ringsitz aufgeheizt. Nun, konnte ich den mit Dichtungsmasse eingeriebenen Simmerring leicht in seine Position drücken. Die Entfernung der Getriebeabdeckung ließ keinen Verschleiß erkennen, das Öl war sauber und es gab keine Ablagerungen oder Späne. Mit einer neuen Dichtung versehen, wurde das Getriebe wieder geschlossen. Mit neuem Lack, baute ich das Getriebe wieder ein. Da der Wagen lange Zeit nicht gelaufen war, versuchte ich ihn zu starten um den Motor ein wenig laufen zu lassen. Die Batterie wurde angeschlossen und ein Dreh am Schlüssel ließ nichts Gutes vermuten. Der Anlasser orgelte ganz langsam und ich vermutete, dass die Batterie leer war. Also kam die Batterie erst mal an das Ladegerät und wurde geladen. Am nächsten Tag versuchte ich erneut den Wagen zu starten. Der Motor drehte jetzt schneller, wollte aber trotzdem nicht anspringen. Nach einer Weile Orgeln, stieg Qualm aus dem Motorraum auf. Ich wurde ganz hektisch und habe erst mal die Batterie abgeklemmt. Die Quelle der Qualmentwicklung war schnell gefunden. Das Vergasergestänge war kochend heiß und glühte fast. Was war geschehen, ich hatte auf Anhieb keine Idee. Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte vergessen, das Massekabel vom Getriebe zur Karosserie anzubringen, dadurch bekam der Anlasser seine Masse über das Vergasergestänge. Bei den hohen Strömen die fließen, kein Wunder das es anfing zu glühen. Nach Befestigung des Massekabels sprang der Motor ohne Probleme an. Ich fuhr langsam aus der Garage und bremste das Fahrzeug, nur mit der Handbremse. Das Bremssystem war noch nicht entlüftet weil die Vorderachse auch überholt werden sollte. Nachdem der Motor Betriebstemperatur hatte, stellte ich das Fahrzeug rückwärts wieder in die Garage. Der Wagen wurde aufgebockt und die Vorderachse ausgebaut. Nach gründlicher Reinigung mit einem Hochdruckreiniger wurde bis auf obere und untere Querlenker die Achse komplett zerlegt. Alle Einzelteile wurden entlackt, in Schwefelsäure entrostet und mit einer Drahtbürste metallisch blank gebürstet. Die Einzelteile brachte ich in die Galvanik und ließ sie kadmieren. Voller Erwartung auf das Ergebnis, holte ich nach einer Woche meine Teile wieder ab. Das Ergebnis war wie schon bei der Hinterachse, sensationell. Alles, sah aus wie neu.

In der Zwischenzeit habe ich den Rest des Achskörpers überarbeitet. Die Achsen der Querlenker sind in der Regel ein Schwachpunkt, diese müssen abgeschmiert werden, was gerne vernachlässigt wird. Es dringt dann Wasser ein und löst das Metall durch Rostfraß auf. Meine, hatte ich bei der ersten Restaurierung erneuert und waren noch Tadellos. Also wurde mit einem Gasbrenner nur die Farbe entfernt und die Achse mit Rostversiegelung und Grundierung bearbeitet und anschließend mit schwarzer Farbe gestrichen. Die Bremszylinder und Bremstrommeln wurden, wie schon bei der Hinterachse, überarbeitet. Dann wurde alles wieder zusammengebaut.

07.11.2015

Mein letzter Eintrag ist schon ewig her. Zwischenzeitlich hatte ich ein paar Problemchen, die ich aber selbst beheben konnte. Auf dem letzten P2 Forentreffen, ausgerechnet bei der Ausfahrt , wollte mein Auto kaum anspringen und hörte sich an als wenn er auf drei Pötten läuft. Ich bin die Tour trotzdem mitgefahren, sie ging über 160km bis hinauf zum Kahlen Asten. Ich durfte nur nicht Vollgas geben, sonst fing er an zu Bocken und wollte nicht laufen.  Unter solchen Umständen zu fahren war nicht so dolle aber ich hatte Angst das nach einem Reparaturversuch der Wagen gar nicht mehr läuft. So bin ich auch am nächsten Tag mehr oder weniger holprig nach Hause gefahren. Tage später versuchte ich den Fehler zu beheben. Ich hatte aus meinem Fundus alles zusammengesucht und Verteilerfinger, Kerzen, Zündkabel und Kerzenstecker ersetzt, leider ohne Erfolg. Den Kontakt hatte ich noch nicht ersetzt, da er bei der Sichtprüfung für gut befunden wurde. Daraufhin wechselte ich noch die Zündspule, was aber auch nichts brachte. So schaute ich mir den Verteiler noch mal genau an und siehe da, der Nocken vom Kontakt hatte sich wegen fehlender Fettung abgenutzt und der Kontakt öffnete nur noch minimal. Kleine Ursache, mit große Auswirkung.

19.06.2016

Nach über 25 Jahren waren doch mal neue Reifen fällig. Nach reiflicher Überlegung, sollten es doch wieder  Originale Weißwand Diagonalreifen werden. Sind zwar reichlich teuer aber passen von der Optik einfach am besten zu meinem Auto. Diesmal wollte ich aber die Felgen vorher noch Pulver beschichten lassen. Da kam mir der Zufall zur Hilfe. Mein neuer Campingnachbar, auch Schrauber, arbeitete in  einem Betrieb der Pulver beschichtet. Für kleines Geld wurden die Felgen aufbereitet und strahlen nun wie neu.

Da ich überlege auch mal einen Wohnwagen mit dem P2 zu bewegen, habe ich lange nach einer Anhängerkupplung gesucht. Über eine Suchanzeige in der kleinen Bucht, hatte ich das Glück eine Originale zu bekommen. Der Verkäufer hatte sie, weil er sie nicht brauchte und Probleme am Tüv hatte, kurzerhand abgebaut. Mein Glück, so konnte ich sie von ihm übernehmen, nur leider nicht zum Schnäppchenpreis.  Ich habe sie Pulver beschichten lassen und im Frühjahr werde ich sie einbauen. Da der Wohnwagen auch mit 12V Zugfahrzeugen bewegt werden soll, will ich einen Wandler einbauen und alle Verbraucher über Relais mit 12V betreiben. Der Schaltplan steht bereits, da ich die Idee schon Erfolgreich für ein Forumskollegen realisiert habe. Ich brauche nur noch meine Teile zusammenbauen, dann kann es los gehen.

 

05.09.2017

Das mit der Anhängerkupplung habe ich erst mal auf Eis gelegt. Es ist alles an Teilen vorhanden aber im Moment besteht kein Bedarf, so kümmere ich mich erst mal um Blechteile, die auch schon länger liegen habe.

Es handelt sich um eine NOS Motorhaube und eine NOS Fahrertür. Da meine Motorhaube nach den Jahren minimal an der vordere Kante Blasen wirft, wird es Zeit diese zu tauschen. Die Fahrertür hatte ich damals mit einem selbst hergestellten Überziehblech restauriert, was soweit i.O. war aber nie so ganz meinen Vorstellungen entsprach.  Also habe ich beides zum lackieren weggegeben. Da mein Auto schwarz ist, erwartete ich keine Probleme mit Farbunterschieden, was sich auch bestätigt hat. Beide Teile sind  bereits lackiert und die Haube schon montiert. Vor der Montage der Haube, wurden noch die Hohlräume noch mit Mike Sander Fett geflutet um bestmöglichen Rostschutz zu gewährleisten. Bei der Verarbeitung ist mir dann noch ein Missgeschick passiert. Ich hatte das Fett zu stark erhitzt, dadurch ist mir dann der Schlauch von der Spritzpistole aufgeweicht bzw. geplatzt und das Fett ins Gesicht gespritzt.  Eine schöne Sauerei war das. 

 

 

 

Der Türumbau ist etwas umfangreicher und deshalb schiebe ich das noch vor mir her. Einige Kleinigkeiten habe ich auch noch erneuert. Unter anderem wurde auf der Fahrerseite der Rekord Schriftzug gegen einen neuen getauscht und alle Türgriffe erneuert. Bisher waren Griffe vom C Rekord verbaut, mangels Verfügbarkeit neuer für den P2. Drei hatte ich bereits seit Jahren liegen und hatte in Bockhorn das Glück den vierten zu finden. Die Griffe sind neu noch ohne Schließzylinder und so musste ich alle Griffe erst mal komplettieren. Einen neuen Schließzylinder hatte ich bereits und der wurde an der Fahrertür montiert. Die restlichen wurden aus gebrauchten Griffen entnommen und angepasst. Den Beifahrerzylinder zerlegte ich und passt ihn an den Schlüssel der Fahrertür an. Bei den hinteren Griffen war es einfacher, da hier nur eine Blindkappe zu sehen ist.

06.09.2017

Beim letzten Teilemarkt in Rüsselsheim konnte ich weiße Blinker ergattern. War eigentlich mehr ein Frustkauf weil meine Beute diesmal sehr gering war. Ich wollte nie weiße an meinem Fahrzeug machen aber ein Forumskollege meinte,  das sieht bei meinem schwarzen richtig klasse aus. Ich muss sagen er hatte Recht. Nachdem ich die Birnen mit Tauchlack orange gestrichen habe, wurden die Gläser getauscht. Macht einen guten Eindruck und ich meine es blinkt nun auch heller.