Mein Enkel Leandro ist inzwischen 15 Jahre alt und hat endlich seinen Führerschein. Eine Zeit lang war er mit seiner SR50 unterwegs, die wir gemeinsam restauriert hatten. Doch mit der Zeit wuchs der Wunsch nach etwas Neuem – der Traum von einer Simson S51 ließ ihn nicht mehr los.

Die SR50 war schnell verkauft, sodass dem nächsten Schritt nichts mehr im Weg stand. Nach einigen Wochen wurde Leandro über Kleinanzeigen fündig: Eine Simson S51B mit 3-Gang-Getriebe stand in Ahlen zum Verkauf.

Er fragte mich, ob wir gemeinsam dorthin fahren könnten, um sie anzuschauen – und im besten Fall direkt mitzunehmen. Also machten wir uns auf den Weg. Vor Ort passte alles, und so fuhren wir schließlich mit seiner eigenen Simson S51 wieder nach Hause.

 

 

Das was Leandro von Anfang an gestört hat war, dass das Moped keine Telegabelgummis hatte und so hässliche Blinkerkappen. Also wurden als erstes neue Telegabelgummis, neue Blinkerkappen und vorne ein neuer Reifen montiert. Der hintere Reifen wurde auch gekauft, jedoch sollte der alte erstmal duch einen Bournout abwickeln werden.

Doch dann kam es am 19.12.2025 zu einen Unfall, wo das Moped lt. Gutachten zu einen Totalschaden wurde. Das ändert jedoch nichts an seiner Einstellung und er ist der Meinung, das bekommen wir wieder hin.

Leandro war an dem Unfall nicht schuld. Trotz Überholverbots wurde er von einem anderen Verkehrsteilnehmer überholt, der ihm anschließend die Fahrbahn schnitt. Durch eine Vollbremsung auf regennasser Fahrbahn verlor Leandro die Kontrolle über sein Moped, rutschte über die Straße und kam schließlich im Graben zum Stillstand.

Leandro selbst blieb dabei nahezu unverletzt. Am Moped entstand jedoch erheblicher Sachschaden: Die Schwinge, die Fußrasten, der Auspuff inklusive Auspuffhalterung sowie die Telegabel sind verzogen. Nahezu alle Bauteile wurden beschädigt, glücklicherweise blieb der Rahmen unversehrt.

 

 

Während wir noch auf die Zahlung der Versicherung warten, wurden bereits bei den verschiedenen Händlern die entsprechenden Warenkörbe befüllt. Dabei hat sich schnell gezeigt, dass sich die benötigten Teile und Kosten ordentlich summieren.

Parallel dazu wurde beschlossen, das Moped vollständig in seine Einzelteile zu zerlegen, um die weiteren Arbeiten besser vorbereiten zu können. Zu diesem Zweck wurde es in den Keller gebracht und dort komplett auseinandergebaut. So ist nun eine saubere Grundlage geschaffen, um die nächsten Schritte gezielt anzugehen.

Nach der Demontage wurden zunächst die vorhandenen Aufkleber am Tank sowie an den Seitendeckeln sorgfältig entfernt. Anschließend erfolgte ein gründliches Anschleifen aller Oberflächen, um eine optimale Haftung für den neuen Lackaufbau zu gewährleisten. Nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten wurde die Lackierung durchgeführt. Das Ergebnis überzeugte durch eine gleichmäßige Oberfläche, saubere Kanten und eine insgesamt sehr hochwertige Ausführung.

Die folgenden Bilder zeigen, wie sie mal aussehen soll.